Anderthalb Minuten Überflug: das Schloss, die Teiche, die Wälder und die Wiesen.
Die Grenze weicht dem Haus nicht aus: Sie läuft mitten durch das Gebäude. So ist sie im Kataster von 1831 eingezeichnet, und wieder im Vermessungsplan von 1937.
Wie es bis hierher kam, steht weiter unten.
Jedes Zimmer ist anders; alle gehen auf den Park oder die Wiesen. „Riesig geräumig“, schrieb ein Reisender — es ist das Wort, das in den Bewertungen am häufigsten wiederkehrt. Die Nacht ist wirklich schwarz — man sieht die Sterne.
Zimmer ansehen →Das Anwesen ist offen, jederzeit. Man durchstreift es ohne Plan und ohne Reservierung, im eigenen Tempo. Hier ist, was einem begegnet — ohne Ordnung.
Nachts queren Füchse und Dachse, Rehe kommen in den Obstgarten, ein Hase jagt über die Wiese, Fasane fliegen vor Ihren Schritten auf — und ein Waschbär, der in der Normandie nichts verloren hat, hat trotzdem beschlossen, hier zu leben.
In der Allee lebt ein Greifvogel. Er ist immer allein, und wir haben ihn nie schreien hören. Fährt ein Auto ein, fliegt er ihm voraus und verschwindet zwischen den Bäumen.
Die Geschichte dieser Bäume lesen →Der Garten vor dem Schloss ist seit mindestens einem Jahrhundert französisch angelegt: Eine Anzeige von 1926 spricht schon von einer „cour d'honneur à la française“. Der Buchs, die Wege, die Achse — nichts davon hat sich bewegt.
Die Eiben schon. Sie waren zu Kegeln geschnitten. Der heutige Eigentümer fand sie autoritär — etwas hochmütig, spitz nach oben — und ließ sie zu Zylindern nachschneiden, niedriger und breiter.
Die Glyzinie bedeckt den Giebel des Nebengebäudes und blüht im Mai — er ist das Erste, was man bei der Ankunft sieht. Rosen ranken an der Schlossmauer empor und halten den ganzen Sommer. Im April lassen die Kirschbäume das Ende des Parks weiß werden; im Oktober verschwindet die Auffahrt unter dem Laub.
Der Kakibaum wurde erst vor Kurzem gepflanzt und trägt bereits Dutzende Früchte. Damit hatte niemand gerechnet.
Die Jahreszeiten ansehen →
Zwei Salons unter offenem Gebälk, 148 m², bis zu hundertzwölf Gedecke. Und seit Kurzem vierzehn Betten unter dem originalen Dachstuhl — für alle, die nicht mehr heimfahren möchten.
Immer nur eine Veranstaltung. An Ihrem Tag gehören Schloss und Park nur Ihnen.
Den Empfangssaal ansehen →
Caen und sein Mémorial in dreißig Minuten. Bayeux und sein Wandteppich in fünfunddreißig. Die Landungsstrände in fünfundvierzig. Der Mont-Saint-Michel in einer Stunde fünfundvierzig. Morgens los, abends zurück.
Abends, bei der Rückkehr, geht die Sonne rot unter, und die Stockenten lassen sich hinter dem Haus nieder. Nachts ruft der Kauz — und manchmal bellt ein Reh. Morgens steigt der Nebel vom Teich. Wer den Komfort eines Stadthotels sucht, ist hier falsch. Wer nach einem Tag voller Gedenkstätten und Straßen in Stille schlafen will, ist genau richtig.
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